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Mobiler Stromerzeuger - welchen brauche ich?

Autor Dominik am 28.02.2019 08:45:00

Stromerzeuger, BaustelleOhne Strom läuft im Alltags- und Handwerkerleben gar nichts. Wo kein Strom vorhanden ist, ruhen Arbeit und Freizeitbeschäftigungen. Damit der Handwerker seine Projekte vorantreiben kann, der Campingfreund auch in der Taiga elektrisch versorgt ist und der Gartenhüttenbesitzer abends nicht im Dunkeln sitzt, hat der Mensch den mobilen Stromerzeuger erfunden. Mit Benzin, Diesel oder Gas gespeist, erzeugt er Elektrizität, solange der Treibstoff reicht. Und das bitte möglichst lange, ohne Schwankungen und angepasst an die zu speisenden Geräte. Zum guten Funktionieren der mobilen Stromversorgung tragen Sie selbst am meisten bei, indem Sie die Stromquelle auf die Stromverbraucher abstimmen. Dieser Artikel versorgt mit den nötigen Informationen: Welches ist der richtige mobile Stromerzeuger für meine Zwecke? Wie berechne ich die benötigte Leistungsfähigkeit?


Welche Geräte sollen versorgt werden?

Bevor Sie sich für einen Stromerzeuger entscheiden, überlegen Sie gründlich, welche Geräte der Stromerzeuger versorgen soll. Grundlage dieser Entscheidung ist selbstverständlich die maximale Stromentnahme. Also: Welche größten Stromverbraucher werden eventuell gleichzeitig angeschlossen? Denken Sie gründlich darüber nach. Nichts ist ärgerlicher, als im Einsatzfall festzustellen, dass die große Schlagbohrmaschine oder das als Netzersatzanlage genutzte Aggregat die Kapazitäten sprengen.


Verbraucher ist nicht gleich Verbraucher

Weiter geht es mit dem Sortieren. Welche Art von Gerät wollen Sie versorgen? Die Physiker unterscheiden drei Techniken, die unterschiedliche Ansprüche an den mobilen Stromerzeuger stellen:
- Ohmsche Verbraucher
- Induktive Verbraucher
- Sensible Verbraucher

Ohmsche Verbraucher

Ohmscher Verbraucher klingt fremdartig, lässt sich aber leicht erklären: Alle Geräte, die ihre aufgenommene Energie in Licht und Wärme umwandeln können. Also Elektrokocher, Glühbirnen, Elektroheizungen und dergleichen.

Induktive Verbraucher

Auch ganz einfach: Alle Geräte, deren aufgenommene Energie einen Elektromotor betreiben, also zum Beispiel Bohrmaschinen, Kompressoren und Schleifmaschinen.

Sensible Verbraucher

Jeder Smartphonebesitzer weiß, was ein sensibler Verbraucher ist. Auch Fernseher, Laptops und Musikanlagen zählen dazu.

Und warum müssen Sie das wissen? Was hat das mit mobilen Stromerzeugern zu tun? - Weil die Leistungsberechnung für den Stromerzeuger von der Art des angeschlossenen Gerätes abhängt. Ohmsche Verbraucher benötigen weniger Leistung als induktive. Und sensible Verbraucher - der Name lässt es erahnen - kommen nicht mit jeder Technik zurecht.


Leistungsberechnung für Ohmsche Verbraucher

Jedes Gerät nimmt Schaden, wenn es dauerhaft auf voller Auslastung läuft. Das gilt auch für den mobilen Stromerzeuger. Darum wird bei jeder Leistungsberechnung eine Reserve addiert. Diese beträgt ein Viertel der Ausgangsleistung. Wenn Sie an Ihren Stromerzeuger einen Elektrokocher mit 1500 Watt Leistung anschließen, müssen Sie 375 Watt hinzurechnen.


Leistungsberechnung für Induktive Verbraucher

Hier nützt der Blick in das Datenblatt der Geräte, die Sie an den Stromerzeuger anschließen wollen. Neben dem Nennstrom während des normalen Betriebs benötigen induktive Verbraucher einen Anlaufstrom. Dieser Anlaufstrom fällt deutlich höher als der Nennstrom aus. Zu klein dimensionierte Stromerzeuger strecken dann beim Anschluss von Flex & Co die Waffen.

Sonderfall Sensible Verbraucher

Ein Smartphone ist kein Vielfraß, sondern ein Gourmet - dafür muss der passende Stromerzeuger gewählt werden. Es bevorzugt besonders sauberen Strom - also solchen ohne Spannungsschwankungen. Darum sollten Sie diese und ähnliche empfindliche Technik niemals an Geräte anschließen, die ihren Strom mittels Konverter-Technologie erzeugen. Die Lösung heißt hier: Inverter-Stromerzeuger. Ihre gleichmäßige Sinuskurve bringt die zarten Nerven der digitalen Geräte nicht durcheinander.

Beispiel für den Einsatz eines kleines Stromerzeugers

Mit einem Gewicht um 20 Kilogramm leisten kleine Stromerzeuger schnelle Nothilfe in der mobilen Versorgung. Wollen Sie eine mittelgroße Bohrmaschine oder einen Container beleuchten und über den Generator speisen? - Mit einer Nennleistung zwischen 800 und 1200 Watt sind Sie auf der sicheren Seite.

Beispiel für den Einsatz eines mittelgroßen Stromerzeugers

Ihr Baustellenhäuschen läuft ab Sonnenuntergang auf Petroleumlampenbetrieb? - Ein Stromerzeuger mit einer Nennleistung zwischen 2,8, und 3,1 kW wird das ändern. Er lässt das elektrische Licht aufflammen, das Radio spielen, die Kaffeemaschine laufen und lädt nebenbei das Smartphone auf.

Maßeinheiten

Die Leistung eines Motors des wird meistens in kW angegeben. Oder in PS. Auch bei Stromerzeugern kommen zwei Maßeinheiten vor und sorgen für Verwirrung. Viele Hersteller geben die Leistung ihrer Geräte nicht in kW, sondern in kVA an (Kilovoltampere). Hier die Umrechnungsformel: 1 kW = 1,25 kVA.