Teleskoplader oder Radlader, welche Maschine wofür nutzen?

Was sind die Vorteile der jeweiligen Maschinen? Welche Maschine ist für welchen Einsatzzweck geeignet? Im täglichen Mietgeschäft von klarx gehören Teleskoplader und Radlader zu den Klassikern. Beide überzeugen durch vielseitige Einsatzbereiche und leichte Bedienung. Dennoch haben die Geräte individuelle Stärken und Schwächen. Gelegentlich sind Kunden unsicher, ob sie für ihr geplantes Projekt eine Teleskopmaschine oder ein Radlader benötigen

Ein Radlader bei der Arbeit

Der Teleskoplader – Eigenschaften und Einsatz

Für Teleskoplader existieren zahlreiche Bezeichnungen wie Telelader, Teleskopen, Teleskopstapler oder Roto-Teleskoplader. Alle Synonyme umschreiben dasselbe Arbeitsprinzip: Eine Teleskopmaschine mit einem ausfahrbaren Arm, an dem Anbaugeräte angebracht werden können. Der Teleskoplader wird daher auch Ausrüstungsträger genannt, weil der bewegliche Arm mit den unterschiedlichsten Anbaugeräten bestückt werden kann. Durch das flexible Anbringen von beispielsweise Gabeln, Seilwinden, Lasthaken aber auch einem Arbeitskorb für die Umfunktionierung zu einer Arbeitsbühne, kann die Baumaschine den Bedürfnissen individuell angepasst werden. Im Gegensatz zu einem Stapler, bei dem die Last vertikal bewegt wird, kann der Teleskoplader Lasten auch in der Horizontalen bewegen. Hierin liegt der große Vorteil von Teleskopmaschinen. Mit ihnen können auch entlegene oder verwinkelte Stellen erreicht werden, die weit von der Maschine entfernt sind. Darum werden Teleskoplader gern genutzt, um Lasten auf Baustellen in höher liegende Geschosse zu bewegen. Dank ausfahrbarem Teleskoparm kann die Last mehrere Meter weg von der Maschine in ein Gebäude geladen werden. Auch höher liegende Äste können unter Benutzung eines Arbeitskorbs leicht mit dieser Maschine erreicht werden.

 

Mit sicherem Stand hoch hinaus

Hauptsächlich kommen Teleskoplader jedoch bei Hebe- und Ladearbeiten zum Einsatz. Durch die enorme Beweglichkeit, einer großen Standsicherheit und vor allem der verstellbaren Reichweite des Ladearms können mit dem Teleskoplader Arbeiten in Höhen von bis zu 26 Meter verrichtet werden. Die große Standsicherheit im Einsatz ermöglicht die Beförderung einer hohen Nutzlast. Zusätzlich unterstützt wird die Standsicherheit bei einigen Geräten durch ausfahrbare Stützen. Dadurch ist er die perfekte Baumaschine, um flexibel schwere Lasten zu heben oder schwer erreichbare Orte zu erreichen. Einen Einblick in die Bedienung eines Teleskopladers gibt folgendes Video:

 

 

Flexibel durch Hinterachslenkung und schwenkbaren Oberwagen

Ein weiterer Vorzug, der den Teleskoplader zum “Multitalent” macht, ist der dynamische Allradantrieb. Er ermöglicht den Transport von Lasten im Gelände. Einige Modelle sind zudem mit einer Hinterradlenkung ausgestattet und dadurch extrem wendig und auf engstem Raum einsetzbar. Meist haben die Maschinen mit Allradantrieb auch eine geländetaugliche Bereifung. Wenn das Fahrzeug mit einer orangen Rundumleuchte ausgestattet ist, kann es mit bis zu 20 km/h auch im Straßenverkehr genutzt werden. Eine besondere Klasse von Teleskopladern sind Roto-Teleskoplader. Diese Spezialmaschinen verfügen über einen drehbaren Oberwagen und können dadurch Lasten wie einen Autokran in einem Radius von 360° um die Maschine bewegen. In Verbindung mit der breiten Palette an Anbaugeräten bietet der Roto-Teleskoplader die maximale Flexibilität, wenn es um das Bewegen von Lasten geht. Zu den Anbaugeräten gehören auch Schaufeln. Teleskoplader können damit für einfache Erdbewegungen genutzt werden – einer Domäne, in der eigentlich das folgende Gerät zuhause ist.

 

Der Radlader – Die Vorteile

Die große Stärke des Radladers Erdbewegungsarbeiten. Daher kommt er vor allem bei Erdbaustellen, Steinbrüchen, Recyclinganlagen sowie in der Forstwirtschaft zum Einsatz. Geländetauglich ist er dank Niederdruckreifen mit starker Profilierung. Dadurch meistert der Radlader problemlos weiche Untergründe und bügelt Unebenheiten aus. Die großen Reifen mit starkem Profil sind bei Schiebearbeiten von Vorteil. Der primäre Nutzen besteht im Aufladen und Transportieren von Gütern über kurze Strecken. Jedoch ist auch das Erreichen von größeren Transportstrecken durch einen leistungsfähigen Antrieb kein Problem. Wenn das Fahrzeug mit einer orangen Rundumleuchte ausgestattet ist, kann es mit bis zu 20 km/h auch im Straßenverkehr genutzt werden.

 

Radlader eigenen sich vor allem zum einfachen Bewegen von größeren Mengen Material.
Stark in der Erdbewegung – der Radlader
 

Video: Wie benutzt man einen Radlader? 

 

Kleinere Stapelarbeiten auch mit dem Radlader möglich

Auch Radlader können mit einer Gabel zum Heben von Lasten gemietet werden. Jedoch ist die maximale Hubhöhe von Radladern deutlich geringer als die von Teleskopmaschinen. Zudem kann die Last mit dem Radlader nicht in der Horizontalen, sondern nur rauf und runter in der Vertikalen bewegt werden. Radlader sollten daher lediglich für das Beladen von Anhängern oder LKW benutzt werden, oder um Palettenware auf der Baustelle von A nach B zu bewegen. Dank geländetauglicher Bereifung und Allradantrieb kann der Radlader ebenso wie der Teleskoplader seine Ladung auch im Gelände souverän transportieren. Zudem gibt es ein breites Angebot an Anbaugeräten für Radlader, die die Maschine zu Kehrmaschine, Mähmaschine, Bohrer oder Greifer werden lassen. Dadurch zeigt sich auch der Radlader als flexible Maschine. Jedoch sind ihm die Arbeiten in Bodennähe bzw. in Bereichen unter zwei Metern vorbehalten. Wenn es hoch hinaus gehen soll, dann kommt der Teleskoplader ins Spiel.

 

Übersicht: Welche Maschine nutze ich wofür?

Was lässt sich also über die optimalen Einsatzbereiche für Teleskopmaschinen und Radlader sagen?

Verwende einen Teleskoplader, wenn Du...

  • Lasten höher als zwei Meter bewegen willst.
  • Lasten horizontal weg von der Maschine bewegen musst.
  • eine bewegliche Maschine auf engstem Raum einsetzen willst.
  • mit einem Roto-Teleskoplader in einem Radius von 360° um die Maschine herum arbeiten willst.

 

Verwende einen Radlader, wenn Du...

  • hauptsächlich Erdbewegungen durchführst.
  • Lasten nur etwa bei zwei Metern auf eigener Achse anheben willst.
  • Erdreich oder anderes Material zusammenschieben willst.
  • eine bewegliche Maschine auf engstem Raum einsetzen willst.