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Nachwuchskräftemangel in der Baubranche - Wie werden Ausbildungen wieder attraktiv?

Autor Dominik am 14.05.2019, 11:32:11
Nachwuchskraft am BauWas soll ich mit einer Ausbildung? Ich will richtig Kohle verdienen, ich gehe lieber studieren! So kann man die Wunschvorstellung der Generation des 21. Jahrhunderts in Sachen Berufswahl beschreiben. Die Rekrutierung von Nachwuchskräften in der Baubranche wird zunehmend schwerer. Immer weniger Schüler schlagen den Berufsweg der Ausbildung ein, das ist längst bekannt. 2017 blieben laut “Die Deutsche Bauindustrie” 45% der Stellen unbesetzt. Die Rekrutierung junger Azubis fällt zunehmend schwerer. 2017 gab es laut “Die Deutsche Bauindustrie” auf 43% der Ausschreibungen keine Bewerbungen. Vergleicht man dies mit zehn Jahren zuvor, ist der Unterschied erschreckend. Im Jahre 2009 lag dieselbe Quote bei nur 7%! 

 

Baubranchenboom steht Nachwuchskräftemangel gegenüber

Die Baubranche boomt und Unternehmen können sich seit einiger Zeit vor Aufträgen in alle Richtungen kaum retten. Ausbildungsplätze bleiben hier aber meist unbesetzt. 

Des weiteren macht sich der Fachkräftemangel, welcher sich bereits über die letzten Jahre erstreckt, immer mehr bemerkbar. Aus dem “BIBB Report” 2017 geht hervor, dass laut aktuellen Prognosen ein Viertel der Bau-Fachkräfte in den nächsten zehn Jahren altersbedingt ausscheiden wird. Dies verschlechtert die personelle Situation der Bauunternehmen zunehmend, da zudem laut dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in dem Jahr 2017 insgesamt 5.200 Ausbildungsstellen unbesetzt blieben.

Überlegungen, wie neue Fachkräfte gewonnen werden oder die Branche attraktiver gestaltet werden kann, scheitern oftmals an Aufmerksamkeit. Doch woran liegt das? Die Ausbildungsvergütung ist überdurchschnittlich hoch, die Verdienste am Bau sind seit 2007 laut “Die Deutsche Bauindustrie” um durchschnittlich 38% gestiegen und sichere Arbeitsbedingungen und strenge Sicherheitsbestimmungen sind längst gegeben. Diese Vorteile müssen deutlich kommuniziert werden.


Image und Präsenz der Unternehmen sind fehlerhaft

Die bildliche Vorstellung im Kopf der Jugendlichen und jungen Männern über das Arbeitsfeld und Erscheinungsbild von Bauarbeitern ist ein ausschlaggebender Punkt. Dort herrscht meist noch das Bild von hart arbeitenden Bauarbeitern in ungepflegter Kleidung. Heutzutage sieht das aber ganz anders aus. Handwerker tragen aufwendig designte und verarbeite Funktionsbekleidung von spezialisierten Marken, welche jährlich neue Kollektionen auf den Markt bringen. Auch die Digitalisierung ist schon längst im Baugewerbe durchgedrungen. Auf gigantischen Messen, wie die erst vor kurzem stattgefundene “bauma”, mit über 600.000 Besuchern werden Modernste Technologien und Entwicklungen den zahlreichen Besuchern präsentiert. Durch Modernste Ausrüstung und die von dem Bundesministerium für Justiz vorgegebenen Verordnungen und Gesetze, wie die Betriebssicherheitsverordnung oder das Arbeitsschutzgesetz werden sichere Bedingungen auf den Open-Air Produktionsstätten geschaffen. 

 

 

Mehr Aufmerksamkeit auf offene Stellen lenken

Trotz solch hervorragenden Bedingungen sind Baufirmen nicht das Gesprächsthema der Kindern und Jugendlichen von heute. 

Jedes Kind oder Jugendlicher kann verschiedenste deutsche Firmen, wie BMW, Mercedes, Siemens oder Adidas nennen, jedoch vermutlich keine einzige aus dem Baugewerbe. Einflussreiche Baufirmen wie die börsennotierte Hochtief AG, welche über 70.000 Mitarbeiter beschäftigt, für den Bau des Commerzbank-Towers in Frankfurt verantwortlich war und Umsätze im mehrstelligen Milliarden Euro Bereich vermerkt sind meist nicht bekannt. Auf Berufsmessen wie der Vocatium oder T5 JobMesse Stuttgart regieren oftmals Versicherungen, staatliche Einrichtungen, wie Zoll, Polizei oder Bundeswehr, Supermärkte oder Banken die Ausstellungsstände. Unternehmen die sich im Baugewerbe etabliert haben sind meist nicht vorhanden, oder präsent genug, um potenzielle Schüler zu umwerben und zu begeistern. Hier wäre ein guter Ansatzpunkt um den ersten Schritt zu gehen und auf Berufsmessen das Interesse an Berufen aus dem Baugewerbe zu wecken. 


 

Wie also kann die Attraktivität der Baubranche gesteigert werden, um Personalengpässe zu verhindern?

Aus einer aktuellen Studie des Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung geht hervor, dass im wesentlichen zwei Fragen für junge Erwachsene für die Berufswahl wichtig sind. Zum einen, ob die Tätigkeiten und Bedingungen im Handwerksberuf ihren Wünschen entsprechen und unter welchen Umständen sie lernen und arbeiten möchten, zum anderen, inwieweit dieser Beruf ihre soziale Identität stärkt, d.h. ihre Stellung in der Gesellschaft und das Bild, das andere Menschen von ihnen haben. Daher besteht die Aufgabe hauptsächlich darin, den heranwachsenden Generationen ein neues innovatives Bild der Baubranche zu vermitteln. Falls jemand Interesse an deinem Unternehmen äußert um dort aktiv mitzuwirken, nutze die Chance und biete ihm so viel Transparenz wie möglich - gleich zu Beginn. Nur so ist es möglich noch mehr Interesse zu wecken und letztendlich einen neuen Mitarbeiter zu gewinnen. Um die Komponente der sozialen Anerkennung zu stärken, zeige deinem Interessenten gleich zu Anfang welche Möglichkeiten bestehen in deinem Unternehmen aufzusteigen. Auch deutlich zu kommunizieren, welche einhergehenden Verantwortlichkeiten damit übernommen werden können, geben dem Interessenten ein gutes Gefühl. 


Junge Zielgruppe erreichen

85% der 12 bis 17 Jährigen von Heute surfen laut “welt” 3 Stunden täglich auf Sozialen Netzwerken, wie Facebook, Youtube oder Instagram. Auf diesen Netzwerken lässt sich Werbung schalten, beziehungsweise besteht die Möglichkeit Tätigkeiten und Weiterbildungsmöglichkeiten durch die Eröffnung von Firmenaccounts aufzeigen . Auf diesen kann man zudem Einblicke der Firma wiedergeben, verschiedene Berufe vorstellen, erforderliche Interessen und KarrieremJunger Mann Baugewerbeöglichkeiten vermitteln. Dadurch wird eine gewissen Transparenz geschaffen um möglichen Bewerbern Sicherheit zu geben. Zudem vermittelt das Führen von Firmenaccounts auf Social Media dazu, dass die junge Zielgruppe spürt das die Baubranche mit der Zeit geht. Der größte Teil der Bewerber informiert sich heutzutage auf allen Online-Kanälen über das Unternehmen um sich ein erstes Bild verschaffen zu können. Wenn dort z.B Bilder von Mitarbeitern beim gemeinsamen Team Lunch veröffentlicht werden, steigert dies das Vertrauen im Voraus um ein vielfaches.  

 

Kooperationen mit Schulen um ein langfristiges umdenken zu erreichen

Zudem sind Kooperationen mit Schulen, wie Real-, Mittel-, Gesamt- oder weiterführende Schulen wie die Fachoberschule (FOS), Gymnasien oder Fachhochschulen erforderlich, um die richtige Zielgruppe zu erreichen. Durch Vorträge, Präsentationen oder Führungen durch die eigene Firma wird das Interesse der Jugendlichen geweckt. Zudem müssen die 8. bzw. 9. Klässler deutschlandweit pflichtmäßig Praktika absolvieren. Warum also nicht einem motivierten Schüler neue Berufswege in Form von spannenden Praktika bieten?

 

 

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Tags: Allgemein

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