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Mieten bei klarx: Ladungssicherung und Gesamtgewicht

Autor klarxblog-admin am 16.06.2016 11:15:42

Wenn Sie bei klarx eine Baumaschine mieten, stellt sich immer die Frage: Die Baumaschine liefern lassen oder selbst abholen? In diesem Beitrag nehmen wir uns dieser Frage an und geben Hinweise zur Ladungssicherung für die Selbstabholung von Baumaschinen. In einem weiteren Beitrag werden wir das Thema "Anhängelast" behandeln, damit der Abholung der Baumaschine nichts mehr im Weg steht.


Sollten Sie eine Baumaschine abholen oder wieder für den Rücktransport fertig machen, müssen Sie einige Faktoren beachten, um die Ladung korrekt zu sichern.

Professionelle Ladungssicherung ist leider immer noch eine unterschätzte Thematik.

Baumaschinen sind schwere Geräte, die starke Fliehkräfte entwickeln können.
Diese Fliehkräfte werden beeinflusst vom Gewicht des Baugeräts, der Geschwindigkeit des ziehenden Fahrzeugs und dem Kurvenradius. Wenn man also bspw. von der Autobahn abfährt oder schnell bremsen und ausweichen muss, sollte man die Ladung gut gesichert haben. Nur das Fahrverhalten kann diese Kräfte nicht beeinflussen oder verhindern!

Grundsätzlich wird die Ladungssicherung in formschlüssig und kraftschlüssig unterschieden.

Bei Baumaschinen wird grundsätzlich die formschlüssige Ladungssicherung mit Hilfsmitteln genutzt. Das sogenannte Diagonalzurren sichert den Bagger auf der Ladefläche. Diagonalzurren ist eine Form des Direktzurrens und hat gegenüber dem Niederzurren den Vorteil, dass es hohe Einzelgewichte mit relativ wenig Aufwand sichern kann.

Wie viele Gurte und wie viele Zurrpunkte zum Sichern benötigt werden, lässt sich nur allgemein beantworten. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Dazu gehört z.B. auch die Untergrundbeschaffenheit (macht der Schmutz die Ladefläche besonders rutschig?), das zulässige Gesamtgewicht und das Baujahr des Anhängers.

 

Exkurs zum zulässigen Gesamtgewicht:

“Kann ich mit meinem Wagen Anhänger und Baumaschine ziehen?”

Um diese Frage zu beantworten, müssen zwei verschiedene Faktoren betrachtet werden.

Zum einen die Anhängelast des eigenen Fahrzeugs, zum anderen die Stützlast auf der Anhängerkupplung. Die Anhängelast bestimmt das höchste tatsächliche Gewicht eines Anhängers, mit dem der Wagen noch legal genutzt werden darf. Die Anhängelast ist in der Regel das Gewicht des Anhängers inkl. der Ladung abzüglich der Stützlast. Zu finden ist diese Maximalzahl in den Fahrzeugpapieren bzw. in der Zulassungsbescheinigung.

Auch Anhänger besitzen eine maximal zulässige Gesamtmasse, die jedoch auf jeden Fall unabhängig von der Anhängelast des Zugwagens ist.

Bei Anhängern muss generell in ungebremste und gebremste Anhänger unterschieden werden.

Gemäß §41 StVZO dürfen Anhänger bis 750 kg Gesamtmasse auch ungebremst gezogen werden. Vorsicht jedoch: Das gilt nur für den Anhänger. Ob Ihr Fahrzeug eine Anhängelast von 750 kg ziehen darf, muss erst festgestellt werden. Kleinwagen haben häufig wesentlich geringere Anhängelasten.
Ab einem Gewicht von mehr als 750 kg, aber weniger als 3,5 Tonnen müssen Anhänger mit einer Auflaufbremse ausgestattet werden. Für beide Arten finden Sie zwei unterschiedliche Anhängelasten in Ihren Fahrzeugpapieren.

Genauere Informationen zur Abholung einer Baumaschine auf einem Anhäger haben wir in einem eigenen Eintrag zusammengefasst.

Zurrgurte helfen bei der Ladungssicherung

Informationen und Gesetze zur Ladungssicherung finden Sie auch in den VDI-Richtlinien 2700.

Verallgemeinert lässt sich erklären, dass für die Sicherung eines nicht allzu schweren Baugeräts mindestens vier Zurrgurte nötig sind. Diese werden beim Diagonalzurren also von den Zurrpunkten des Baugeräts diagonal zu den Zurrpunkten der Ladefläche gespannt. Vorsicht: Die Gurte nicht gleich so fest wie möglich anziehen. Wenn ein wenig Rest Spannung verbleibt, kann die den Fliehkräften noch entgegenwirken.

Die sogenannte “Sicherungskraft” ist allerdings von mehreren Faktoren abhängig. Zunächst ist es essentiell wichtig, die richtigen Gurte für die Ladung zu verwenden. Zurrgurte gibt es im Handel mit sehr verschiedenen Belastbarkeiten. Die “Lashing Capacity” (LC) gibt Auskunft über die Belastbarkeit bzw. die Zugkraft des Zurrmittels und ist auf einem Etikett am Gurt vermerkt. Sie müssen außerdem den neuesten DIN Normen entsprechen. Für Gurte, die nach 05/2001 produziert wurden, ist dies die DIN EN 12 195.

Die BG Verkehr empfiehlt für Zurrpunkte eine Belastbarkeit von mind. 2000 daN (kg), für Zugmittel eine Zugkraft (LC) von ebenfalls mind. 2000 daN (kg).

Zeichung Ladungssicherung klarx

Beim Diagonalzurren ist es entscheidend, in welchen Winkeln die Zurrgurte gespannt werden. Dabei gibt es einen Vertikal- und einen Horizontalwinkel. Die hier gezeigten Methoden sind beide gleichwertig anzuwenden.
Die beste Wirkung, also die beste Sicherungskraft, wird erreicht, wenn beide Winkel α und β zwischen 35° und 40° erzielen.
Für den Vertikalwinkel α gilt, dass er zwischen 20° und 65° haben sollte; der Horizontalwinkel β kann von 10° bis 50° reichen.

Zur genauen Berechnung der benötigten Sicherungskraft für Ihr beliebiges Transportgut hilft leider nur ein Blick in die VDI-Richtlinien 2700, in der eine Berechnungsformel vorgeschlagen wird.

 

Tags: Allgemein, Rund um den Mietvorgang