Kostenlose Hotline 0800 55273 44

klarx Blog - News und Tipps zur digitalen Baumaschinenmiete

Baumaschine winterfest machen - auf was muss ich achten?

Autor Dominik am 18.02.2019 13:00:00

schneechaos retter radlader

Maschinen müssen laufen - das ist Fakt. Wenn es nötig ist, auch im Winter. Sind die Maschinen in dieser Zeit nicht oder lediglich selten im Einsatz, müssen sie optimal auf die kalten und oftmals frostigen Temperaturen vorbereitet sein. Daher müssen Maschinen immer schon im Vorfeld winterfest gemacht werden. Denn die Vorbereitung auf den Winter ist sowohl für die weiterhin genutzten als auch die eingelagerten Maschinen unerlässlich.



Mit der richtigen Wartung Baumaschinen auch im Winter ohne Leistungseinbußen nutzen

Wird zum Beispiel ein Bagger richtig gewartet und auf die frostigen Temperaturen vorbereitet, bringt er auch im Winter seine volle Leitungsfähigkeit. Dafür aber müssen der Motor, Hydrauliksysteme, Laufketten oder auch Löffelstiel und Schaufel einwandfrei funktionieren. Um dies zu gewährleisten, müssen Bagger und Baumaschinen im Allgemeinen perfekt auf den Winter vorbereitet werden. Die richtige Wartung und Pflege vorausgesetzt, können sie dann auch stets zeitnah bei überraschenden Arbeitseinsätzen genutzt werden.


Starterbatterien im Winter besonders sorgfältig warten

Wichtig ist dabei vor allem die Funktionstüchtigkeit und Zuverlässigkeit von Starterbatterien im Winter. Das Problem ist bekannt und hat schon etliche Baumaßnahmen respektive Vorhaben erheblich gestört. Diese kann mitunter sogar zu einem kurzzeitigen Baustopp führen. Denn je tiefer die Temperaturen absinken, um so weniger Kraft bzw. Leistung steht der Starterbatterie zur Verfügung. Der Motor einer Baumaschine wiederum benötigt weitaus mehr Kraft gegenüber den warmen Monaten, um überhaupt anzuspringen und um anschließend zuverlässig zu laufen. Daher sollte die Batterie gerade in den kalten Monaten immer besonders beachtet und entsprechend gewartet werden.

Bei langen Standzeiten die Batterie lieber in frostfreien Räumen lagern

So sollten dann auch regelmäßig und dabei sorgfältig überprüft werden, ob alle Kabel richtig sitzen und fest verbunden sind. Zudem muss natürlich dem generellen Ladezustand der Batterie besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bei längeren Ruhe- und Standzeiten ist es zudem empfehlenswert, die Batterie aus der Baumaschine auszubauen. Dann kann sie sicher und geschützt in einem trockenen und frostfreien Raum aufbewahrt werden. Allerdings sollte die Batterie zwischendurch aufgeladen werden. Dadurch werden Schäden an der Batterie verhindert und sie kann bei kurzfristig anberaumten Arbeitseinsätzen wieder eingebaut und genutzt werden, ohne dass unnötige Ausfallzeiten in Kauf genommen werden müssen.

Kühlflüssigkeiten überprüfen: qualitative Unterschiede bei Frostschutzmitteln

Ob im Sommer oder im Winter - die Kühlflüssigkeiten der Baumaschinen müssen regelmäßig überprüft werden. Zum einen kommt es dabei auf die richtige Füllmenge an. Dies lässt sich leicht anhand der Füllstandanzeige überprüfen. Im Winter ist es dagegen wichtig, die Flüssigkeit mit genügend Frostschutzmittel anzureichern. Diese schützen die Kühlflüssigkeit bis zu Temperaturen von etwa 30 Grad minus. Im Fachhandel sind diesbezüglich auch besonders hochwertige Frostschutzmittel erhältlich, die über eine extrem hohe Nutzungsdauer verfügen. Damit heben sich Frostschutzmittel dieser Art qualitativ und von der Effektivität her deutlich von herkömmlichen Dieselmotor-Frostschutzmitteln ab.

Motor- und Hydrauliköl - auf Qualität setzen

Gerade im Winter bzw. bei frostigen Temperaturen kommt es zudem auf eine gute Schmierung an. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf qualitativ hochwertige Öle zurückgreifen. Denn im Gegensatz zu preisgünstigen Produkten schmieren Premium-Produkte auch bei Minusgraden hervorragend. Diese Schmierung sorgt dann für einen auch in den Wintermonaten leichtgängigen Betrieb der Baumaschinen respektive der entsprechenden Anbaugeräte. Empfehlenswert ist es dabei, immer gleich einen kompletten Ölwechsel vorzunehmen. Dadurch kann verhindert werden, dass das Öl durch Schmutzpartikel oder Schaum nicht richtig funktioniert. Im schlimmsten Fall kommt es durch Verunreinigungen im Hydraulik- und Motoröl zu ernsthaften Schäden.

Motor- und Hydrauliköl im Zweifelsfall auf Verunreinigungen untersuchen lassen

Es sollte auch auf gar keinen Fall einfach Öl nachgeschüttet werden, wenn der Zustand des bereits vorhandenen Öls nicht klar ist. Auch dies kann zu nachhaltigen Schäden führen. Stattdessen ist es ratsam, vor dem Winter das Öl - unabhängig vom jeweiligen Ölstand - komplett zu wechseln. Wer sich über den Zustand des Motor- und Hydrauliköls nicht im Klaren ist, kann entsprechende Ölproben von spezialisierten Öllaboren auf Verunreinigungen hin untersuchen lassen. Ist eine längere Standzeit absehbar, sollte der Kraftstofftank zudem grundsätzlich mit Winterdiesel befüllt werden.

 

Bagger und Co.: Kolbenstangen vor Rost und Korrosion schützen

Auch die Kolbenstangen beispielsweise bei Baggerfahrzeugen bedürfen grundsätzlich gerade in den Wintermonaten einer besonderen Pflege. Hierbei ist es wichtig, dass die Abdichtungen und dabei insbesondere der Abstreifer ganz genau überprüft werden. Zudem sollten gerade während der Standzeiten die Kolbenstangen so weit wie maximal möglich eingefahren werden. Der Bereich, der dann noch sichtbar ist, muss anschließend mit Fett eingeschmiert werden. So kann verhindert werden, dass beim nächsten Einsatz im Winter die Abdichtung nicht von der Korrosion beschädigt wird. Dies zieht nämlich in der Regel eine vergleichsweise lange Ausfallzeit und eine kostspielige Reparatur nach sich.

Tags: Wartung, Instandhaltung