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klarx Blog – Tipps und Wissenswertes zur digitalen Baumaschinenvermietung

AdBlue bei Baumaschinen - auch für Bagger und Co.

Autor Dominik am 28.03.2019 11:01:00

AdBlueDer Markenname AdBlue bezeichnet einen Zusatzstoff für Dieselkraftstoffe, der aus Harnstoff und demineralisiertem Wasser gebildet wird. AdBlue ist damit Kernbestandteil der sogenannten selektiven katalytischen Reduktion. Dabei handelt es sich um ein System, das Stickstoff aufbereitet und damit die Stickstoffemissionen reduziert. Seit Inkrafttreten der Euronorm 6 müssen neuen Dieselkraftfahrzeuge mit einem entsprechenden Stickstoffaufbereitungssystem zur Reduktion der Rußpartikel ausgestattet sein. AdBlue ist dabei das am weitesten verbreitete System. Wie sieht es bei Baumaschinen mit AdBlue Zusätzen aus? Wozu sind diese notwendig?


Baumaschinen und Rußemissionen

Lange Zeit konzentrierte sich die Rußpartikeldiskussion auf mit Diesel betriebene Pkw und Lkw. Baumaschinen und ihre Emissionen blieben zunächst eher unbeachtet. Dabei gingen Schätzungen wie die der IG Bau davon aus, dass an manchen Orten gut 25 Prozent alle Rußpartikelemissionen von Radlader, Bagger und Co. stammen. Rußfreie Baumaschinen waren deshalb schon länger eine Forderung vieler Experten. Die Umsetzung erfordert die Ausstattung der Baumaschinen mit Rußpartikelfiltern, wie sie bei anderen Dieselfahrzeugen schon länger vorgeschrieben sind. Auch der Gesetzgeber hat sich der Thematik angenommen, so dass ab 2020 die Abgasstufe 5 für Baumaschinen gilt. Dabei gelten strenge Maßstäbe, denn im Vergleich mit Euronorm 6 gelten die Abgasbegrenzungen für Baumaschinen auch bei Dieselmotoren unter 19 kW, über 560 kW und jeder Ottomotor über 19 kW. Viele Hersteller haben deshalb ihre Geräte schon zu 2019 mit entsprechenden Filterungssystemen ausgestattet, beziehungsweise sind manche schon seit einigen Jahren mit entsprechenden Modellen aufgestellt. Die Begrenzung der Dieselrußpartikel steht beim Schadstoffausstoß von Baumaschinen im Mittelpunkt. Hier ist AdBlue eines der Standardsysteme. Für viele Nutzer von Baumaschinen ist der Umgang mit AdBlue Zusätzen neu und ungewohnt, zum Beispiel, wenn sie sich nur ab und an eine Baumaschine über klarx.de mieten. Grund genug, sich spätestens jetzt bei dem Thema Baumaschinen auch mit AdBlue zu beschäftigen. 

 


AdBlue - viele Baumaschinenhersteller setzen auf das System

Bei Diesel-Kraftfahrzeugen und Lkws ist AdBlue schon lange weit verbreitet. Jetzt werden auch Baumaschinen wie Bagger zunehmend mit dem AdBlue Zusatz - auch als Diesel Exhaust Fluid bezeichnet - mit betankt. Auf jeden Liter Dieselkraftstoff kommen etwa 4-6 Prozent AdBlue Zusatz. Beim Umgang und bei dem Tanken von AdBlue sind einige wichtige Eckpunkte zu beachten. Es ist außerdem nützlich, die Funktionsweise von AdBlue zu verstehen.


AdBlue und seine Funktionsweise

AdBlue wird regelmäßig vor einem SCR-Katalysator in das Auspuffrohr eingespritzt. SCR steht auch hier für die selektive katalytische Reaktion, die oben als Stickoxidaufbereitungssystem beschrieben wurde. Mit dem SCR-Katalysator und durch Wärmeeinwirkung spaltet sich das AdBlue in Ammoniak auf, der Hauptbestandteil von Harnstoff ist.
Es erfolgt eine chemische Reaktion mit dem Ammoniak, in dessen Verlauf sich die Stickoxide in Stickstoff und Wasserdampf umwandeln. Das Edelgas Stickstoff ist Bestandteil der Luft, die wir einatmen. Es ist wichtig zu wissen, dass AdBlue nicht einfach ein Additiv zum Diesel ist, auch wenn es gemeinhin als Zusatz bezeichnet wird. AdBlue benötigt einen speziellen Tank und darf nicht direkt in den Treibstofftank gefüllt werden.

Eigenschaften und Umgehensweise mit AdBlue

AdBlue erbringt seine Leistung in einem Temperaturbereich zwischen - 11 Grad Celsius und 40 Grad Celsius. Bei -11 Grad Celsius gefriert der Zusatz. Beim Befüllen mit AdBlue sollte jeder Haut- und Augenkontakt mit dem Mittel vermieden werden. Auch darf es nicht mit dem Dieselkraftstoff vermischt werden. Auch eine Vermischung mit Wasser würde zu Funktionseinbußen führen. In der Regel meldet sich ein entsprechender Sensor, wenn ein solcher Fall eintritt. Schließlich sollten keine Staubpartikel beim Befüllungsvorgang mit in die farblose Flüssigkeit gelangen, damit sich der Filter nicht zusetzen kann. Ein spezieller Einfüllstutzen sorgt dafür, dass AdBlue beim Einfüllen nicht überläuft. Von ihm sollte unbedingt Gebrauch gemacht werden. Trocken gelagert ist die Substanz bei Temperaturen zwischen -5 Grad Celsius und 25 Grad Celsius etwa 6-12 Monate haltbar. AdBlue darf nicht ins Grundwasser gelangen.

Verschiedene Firmen bieten übrigens auch Nachrüstungsmöglichkeiten bei Rußfiltern für ältere Baumaschinen an, damit auch diesen den aktuellen gesetzlichen Regelungen entsprechen. Dabei sind allerdings verschiedene Sonderregelungen in einzelnen Bundesländern und Städten zu beachten.

Tags: Baumaschine

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